Studien zur Bioresonanz
Zur Bioresonanz gibt es zwei verbreitete Behauptungen. Die eine lautet, es gebe überhaupt keine Studien. Die andere lautet, die Wirksamkeit sei belegt. Beide sind ungenau. Dieser Beitrag zeigt, was tatsächlich vorliegt.
Was untersucht wurde
Seit über 35 Jahren wird die bioenergetische Informationstechnologie (BIT) von Ärztinnen, Ärzten und Heilpraktikern angewendet. In dieser Zeit sind zahlreiche klinische Untersuchungen entstanden, durchgeführt in Praxen, medizinischen Kliniken und Universitätskliniken. Ein Teil davon ist in peer-reviewten Fachzeitschriften veröffentlicht, darunter Forschende Komplementärmedizin und das European Journal of Integrative Medicine.
Die folgende Übersicht nennt die Zahl der Untersuchungen und die Teilnehmerzahlen, sortiert nach den untersuchten Bereichen. Die vollständigen Quellenangaben stehen am Ende dieses Beitrags.
| Untersuchter Bereich | Unkontrolliert | Kontrolliert | Verblindet, placebokontrolliert | Quellen |
|---|---|---|---|---|
| Allergische Erkrankungen | 21 (2.983 Teiln.) | 6 (1.001 Teiln.) | 1 doppelblind (36 Teiln.) | Referenzen 1 |
| Raucherentwöhnung | 2 (6.265 Teiln.) | 1 (200 Teiln.) | 1 doppelblind (190 Teiln.) | Referenzen 2 |
| Funktionelle Magen-Darm-Beschwerden | 2 (114 Teiln.) | – | 1 einfachblind (20 Teiln.) | Referenzen 3 |
| Rheumatischer Formenkreis | 2 (111 Teiln.) | 6 (282 Teiln.) | – | Referenzen 4 |
| Obstruktive Atemwegserkrankungen | 3 (301 Teiln.) | 6 (698 Teiln.) | – | Referenzen 5 |
| Chronische Lebererkrankungen, leichte Formen | 1 (14 Teiln.) | 1 (28 Teiln.) | – | Referenzen 6 |
| Schmerzen bei verschiedenen Krankheitsbildern | 4 (309 Teiln.) | 4 (180 Teiln.) | 1 einfachblind (20 Teiln.) | Referenzen 7 |
| Infektionserkrankungen | 2 (141 Teiln.) | – | – | Referenzen 8 |
| Amalgamausleitung | 2 (102 Teiln.) | 1 (21 Teiln.) | – | Referenzen 9 |
Wie das einzuordnen ist
Was die Übersicht zeigt: Es gibt eine substanzielle Zahl an Untersuchungen über einen Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten, aus verschiedenen Ländern und von verschiedenen Arbeitsgruppen. Ein Teil davon hat ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen. In mehreren Bereichen kommen unabhängige Autoren zu vergleichbaren Beobachtungen.
Was sie nicht zeigt: Der überwiegende Teil sind unkontrollierte Studien. Sie dokumentieren Verläufe, können aber nicht unterscheiden, ob eine beobachtete Veränderung auf die Anwendung zurückgeht oder auf andere Faktoren. Verblindete, placebokontrollierte Untersuchungen, der Maßstab der evidenzbasierten Medizin, liegen nur in wenigen Bereichen und mit kleinen Fallzahlen vor.
Was daraus folgt: Die Bioresonanz ist in der Schulmedizin nicht anerkannt, und die vorliegende Studienlage trägt keinen Wirksamkeitsnachweis im Sinne der evidenzbasierten Medizin. Was sie zeigt, ist ein konsistentes Bild aus Praxisbeobachtungen über lange Zeit und aus unterschiedlichen Quellen. Wie man das gewichtet, ist eine Frage, über die sich streiten lässt.
Wir halten diese Offenheit für den ehrlicheren Weg. Wer eine Methode anbietet, sollte sagen können, worauf sie sich stützt und wo die Grenzen liegen.
Eine Studie, die herausragt
Erwähnenswert ist die retrospektive Praxisstudie von Dr. Eckart Herrmann und Dr. Michael Galle mit 935 Teilnehmenden, veröffentlicht 2011 im European Journal of Integrative Medicine. Untersucht wurden Menschen mit Allergien, Schmerzen und Infektionserkrankungen, bei denen konventionelle Behandlungen zuvor nicht angeschlagen hatten.
Die Autoren berichten je nach untersuchtem Bereich Verbesserungsraten im Bereich von 80 bis 90 Prozent. Einzuordnen ist das so: Es handelt sich um eine retrospektive Auswertung ohne Kontrollgruppe. Sie beschreibt Verläufe bei einer großen Zahl von Menschen, kann aber keine Kausalität belegen.
Hinweis
Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Studienlage zu einem Verfahren aus der Erfahrungsheilkunde. Die Bioresonanz ist in der Schulmedizin nicht anerkannt. Der Beitrag ist keine Empfehlung und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.
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